Verschieberitis

Kennst Du sie auch....die Verschieberitis?

 

Ach, das mache ich dann mal....och, das kann ich auch noch morgen erledigen....Na, das möchte ich irgendwann auch mal machen....und so weiter und so fort :-)

 

Und dann, dann stehst Du vor dem Restaurant in welches Du doch unbedingt mal mit Deinem Liebsten gehen wolltest...vor verschlossenen Türen. Zu...die haben einfach zu gemacht! Zuerst aergerst Du Dich .... dann denkst Du Dir, naja es wird einen Grund haben weshalb der Laden nicht mehr existiert....Oder aber Du traeumst davon mit Delphinen zu tauchen, hast es aber bisher immer auf spaeter verschoben weil doch viele andere Dinge in Deinen Augen vernünftiger oder wichtiger waren. Du hast durch diese Aufschieberei vielleicht den Weg für völlig neue Ansichten auf Dein Leben verpasst. Oder für neue, interessante Begegnungen.....wie schade!

 

Aber, warum machen wir das überhaupt? Immer verschieben, immer weiterschieben und dann wenn es zu spaet ist, jammern: ach, haette ich das doch nur früher umgesetzt? Irgendwann ist es zu spaet, dann geht's nicht mehr....

 

Eine australische Palliativpflegerin erzaehlt aus ihrer jahrenlangen Praxis, was Sterbende am meisten bereuen nicht getan zu haben...hier ein kleiner Auszug:

 

Den Mut haben das eigene Leben zu leben

 meist ist es doch so, das wir das in unserem Leben das leben was andere von uns erwarten. Die Eltern meinen, es sei doch wohl vernünftiger die Banklehre zu machen anstatt durch die Welt zu reisen. Deine Freundinnen oder Freunde halten Dich für völlig bescheuert wenn Du den reichen Mann sausen laesst und dafür Deiner wahren Liebe folgst. Die Nachbar würden Dich am liebsten anzeigen, weil Du einen natürlich gewachsenen Garten schöner findest, ihn aber zurecht stutzt um eben diesem Aerger aus dem Weg zu gehen.

Dabei ist es so wichtig auf sein Herz zu hören, auf seine innere Stimme und ihr zu folgen auch wenn der Rest der Welt denkt Du spinnst.

 

Vor lauter Arbeit das Leben vergessen

Morgens früh aus dem Haus, abends spaet nachhause kommen und kaum Zeit mit seinen Liebsten oder sich selbst verbringen?

Nur damit ich mir einen teuren Wagen leisten kann? Oder wöchentlich neue Klamotten? Oder um den Kredit für das große Haus oder die Eigentumswohnung abzahlen zu können. 

Vielleicht sollte sich jeder anschauen, was wirklich wichtig ist im Leben. Natürlich, ein gewisser Luxus ist nicht zu verachten. Doch, nur für den Urlaub, in dem dann alle versuchen lieb und nett zueinander zu sein (was oftmals nach hinten losgeht) die restliche Zeit wenig bis gar keine Zeit zu haben ist auch nicht das Wahre. 

 

Sich erlauben glücklich zu sein

kling banal, jedoch ist es tatsaechlich so das wir mehr an andere denken als an uns selbst. Dabei ist es so wichtig, sich selbst wichtig zu nehmen und sich zu erlauben Dinge zu machen, die glücklich machen. Denn, nur wenn ein jeder selber für sich glücklich ist und es ihm gut geht kann er das an andere weitergeben. Und Glück ist auch in kleinen Dingen zu finden....vielleicht fliegt gerade ein Schmetterling vor Deinem Fenster, oder die Blume die Du gepflanzt hast,  faengt an zu blühen, ja auch das ist Glück. Wir wissen es meist nur nicht zu schaetzen.

 

Das zeigt uns, das wir jeden Moment...wirklich jeden Moment genießen dürfen und in dem ganzen Wust von Pflichten, Regeln und von uns selbst auferlegten Grenzen, für uns sorgen dürfen. Dann brauchen wir sie nicht, die Liste vor der Kiste. 

 

Also, geh raus...atme tief ein und starte das Abenteuer ..... das Abenteuer LEBEN!

 

Heike Mohring